Paracelsus

Gerhart Harrer war 1994 – 1998 Präsident der Internationalen Paracelsus Gesellschaft (IPG) und über viele Jahre der Herausgeber der Salzburger Beiträge zur Paracelsusforschung.

Anläßlich der 500. Wiederkehr des Geburtstages des Hohenheimers war es ein großes Anliegen der IPG, Licht in das Dunkel seines frühzeitigen Todes zu bringen. Gerhart Harrer war maßgeblich bei der Erhebung neuer Befunde zur Klärung der Todesursache beteiligt. Er publizierte diese unter

  • Harrer G (1994) Zur Todeskrankheit des Paracelsus. In: Dopsch H, Kramml PF (Hrsg) Paracelsus und Salzburg. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. 14. Ergänzungs-Band. Salzburg. S 61-67
  • Harrer G (1996) Rätsel um den Tod des Paracelsus in Salzburg. In: Ickert G (Hrsg) Paracelsus-Erbe und Erben. Manuskripte – Thesen – Informationen Nr. 10. Deutsche Bombastus Gesellschaft Dresden. S15-20

Weitere seiner Beiträge zur Paracelsusforschung waren:

  • Paracelsus und die Psychopharmaka (1981)
  • Zur Geschichte des Morbus Sacer. Paracelsus und die Paracelsisten (1987)
  • Paracelsus und die psychischen Erkrankungen (1993)
  • Johanniskraut als Heilpflanze – vor, bei und nach Paracelsus (1995)
  • Das „lange Leben“ bei Paracelsus, C.W. Hufeland und heute (1996)
  • Zur Geschichte der internationalen Paracelsus-Gesellschaft (2000)
  • Paracelsus und der Basilisk. Eine Reise ins Reich der Fabeltiere und Monstren (2003)

Der 55. Paracelsustag 2006 widmete sich dem Generalthema „Paracelsus und das Reich“. Der Titel sollte an das Ende des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation vor 200 Jahren erinnern. Die Vorträge befassten sich mit der Haltung des Paracelsus gegenüber dem Heiligen Römischen Reich und mit seinen Wirkungsstätten außerhalb und innerhalb des Reichs.

Ein Vortrag von Dr. Peter F. Kramml, dem Direktor des Stadtarchivs Salzburg setzt sich kritisch mit der Stellung des Hohenheimers und seiner Vereinnahmung im „Dritten Reich“ auseinander.

Diesen Band wirdmete die Internationale Paracelsus-Gesellschaft ihrem Ehrenpräsidenten em. o. Univ. Prof. Dr. Gerhart Harrer zu dessen 90. Geburtstag.