Lebenslauf

Beruflicher Lebenslauf

  • Geboren am 28. Jänner 1917 in Innsbruck als Sohn des Ministerialrates Dr. jur. Alois Harrer und seiner Ehefrau Else Harrer (geb. Göbel).
  • Aufgewachsen in Wien, 1935 Matura am Amerling-Gymnasium, einem humanistischen Gymnasium in Wien-Mariahilf.
  • Medizinstudium in Wien mit Famulaturen bei Otto Pötzl (Wien), Emil Abderhalden (Halle/Saale), Kurt Schneider (Heidelberg) und Karl Kleist (Frankfurt/Main).
  • „Provisorischer SS-Bewerber“, Oktober 1943 Austrittserklärung
  • 15. März 1940 Promotion zum Doktor der gesamten Heilkunde.
  • 1940 Tätigkeit als Demonstrator und nach der Promotion als Assistent am Institut für Hygiene. [mehr]
  • Nach der Promotion und Grundausbildung als Truppenarzt bei einer Luftwaffen-Sanitätsstaffel in der Nähe von Wien tätig, später an der Neurologischen Ambulanz eines Luftwaffenlazaretts in Wien, bei einem mobilen Feldlabor, als Neurologe in Russland an der Front bei Sanitätseinheiten für Hirnverletzte, in einem Luftwaffenlazarett in Halle, Bad Ischl und im Allgäu. [mehr]
  • Unmittelbar nach dem Krieg Arbeit in einem Sonderlazarett bzw. einer Abteilung für Hirn-, Rückenmarks- und Nervenverletzte im Allgäu (Versorgungskrankenhaus Isny/Ochsenhausen)
  • 1947 bis 1950 Assistent und Oberarzt an der Psychiatrisch-Neurologischen Universitäts-Klinik in Innsbruck unter dem Vorstand Prof. Hubert Urban.
  • 1949 Entwicklung des Gehirnhydrolysates „Cerebrolysin“, Zulassung am 1. August 1954
  • 1. Oktober 1950 Berufung nach Salzburg zunächst als Konsiliararzt um später an den Landeskrankenanstalten Salzburg die Neurologische Abteilung (wieder)aufzubauen
  • Juli 1951 Verleihung der Lehrbefugnis als Dozent für Psychiatrie und Neurologie. Habilitationsschrift zum Thema: Die pathophysiologischen Veränderungen nach Hirnverletzungen
  • 1960 Verleihung des Titels a.o.Univ.Prof. (Innsbruck)
  • 1962 Ernennung zum Direktor der damaligen Landesheilanstalt Salzburg (jetzt Christian-Doppler-Klinik). Er gestaltete sie zur „Landesnervenklinik Salzburg“ um, zu einem modernen Nervenzentrum mit verschiedenen Fachabteilungen (Neurologie, Akut- und Langzeit-Psychiatrie, Psychosomatik, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Neuro-Psycho-Geriatrie, Neurochirurgie, Neuroradiologie und Errichtung eines Universitätsinstituts für gerichtliche Medizin im Klinikareal)
  • 1965 Ernennung zum „wirklichen Hofrat“ durch die Salzburger Landesregierung
  • 1971 Ernennung zum (einzigen) Ordinarius Österreichs für forensische Psychiatrie und Vorstand des ad personam gegründeten Universitätsinstituts für forensische (gerichtliche) Psychiatrie an der Juridischen Fakultät der Paris-Lodron-Universität Salzburg
  • Somit versah er bis 1. Februar 1984 eine Dreifach-Funktion als Neurologie-Primarius, ärztlicher Direktor der Landesnervenklinik bzw. heutigen Christian-Doppler-Klinik und als Lehrstuhlinhaber für forensische Psychiatrie
  • 1978 Präsident der „Gesellschaft Österreichischer Nervenärzte und Psychiater“
  • 1979 Verleihung „pro meritis“ der Van-Swieten-Gesellschaft deren Präsident er 1967 war und die er seit 1952 über viele Jahre als erster Sekretär und Herausgeben bzw. Mitherausgeber der Tagungsbände unterstützte
  • 1988 Verleihung der Ernst-Bergmann-Medaille für Verdienste um die medizinische Fortbildung durch die Deutsche Bundesärztekammer
  • 1953 bis 1986 Mitglied des Salzburger Landessanitätsrates
  • Im Juli 1981 zum Mitglied des „Beirates für Psychische Hygiene“ beim Bundesministerium für Gesundheit und Umweltschutz bestellt
  • Als Senatsbeauftragter für die Wiedererrichtung der Medizinischen Fakultät in Salzburg bemühte er sich um die Schaffung eines Klinikums in Zusammenarbeit mit der medizinischen Fakultät in Innsbruck. Diese Verhandlungen sind bis zu Unterschriftsreife gediehen, mussten aber schließlich wegen verschiedener Einsprüche wieder eingestellt werden
  • 1975-1978 Mitherausgeber der „Forensia“, interdisziplinäre Zeitschrift für Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie und Recht; 1983-1988 deren Schriftleiter und Herausgeber des Forensia-Jahrbuches zu Themenbereichen „Der Sachverständige im Strafrecht“ und „Kriminalitätsverhütung“
  • Nach seiner Emeritierung 1987 leitete er das Institut für forensische Psychiatrie interimistisch noch zwei weitere Jahre bis zum 30. September 1989
  • Am 24. Dezember 2011 starb Gerhart Harrer in seinem Wohnhaus in Salzburg im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte

zum Privatleben

  • Aus der Ehe mit Dr. Martha Harrer (geb. Klein), Neurologin, entstammt der Sohn Univ. Doz. Dr. Hans-Stefan Harrer, aus der Ehe mit Dr. Hildegund Harrer (geb. Baur), Neurologin, der Sohn Dr. Michael Edgar Harrer