Gerhart Harrer als Forscher

1934
1934

An den Anfang einer seiner Arbeiten stellte er einen Spruch von Galileo Galilei: „Alles messen, was messbar ist und alles messbar machen, was noch nicht messbar ist“. Dieser Wissensdrang mischte sich mit seiner Liebe zu technischen Geräten, die ihn sein Leben lang begleitete, als Radiobastler in seiner Jugend bis zum arbeiten und Videos schneiden am Computer in seinen letzten Lebensjahren.

„Wodurch fiel er [Harrer] damals [an der Klinik Pötzl] schon auf? Durch seine Ruhe, durch seine gezielten Fragen, die auf eine exakte Beobachtung schließen ließen,“ so schreibt W. Birkmayer zu seinem 60. Geburtstag im Jahre 1977 [download Artikel].

Ein überdauernder Interessens- und Forschungsschwerpunkt war das vegetative Nervensystem und die entsprechende Diagnostik. So widmete sich seine erste sehr umfangreiche Monographie der vegetativ-endokrinen Diagnostik (1957 gem. mit Rolf Frowein).

Er entwickelte das Gehirnhydrolysat „Cerebrolysin“, das später die Fa. EBEWE herstellte.

Er widmete sich gemeinsam mit seiner zweiten Frau, der Nervenärztin Dr. Hildegund Harrer der Erforschung der Psychophysiologie von Musik und der Musiktherapie.

Gemeinsam mit Wilhelm Revers und Carl Walther Simon gründete er 1969 das Forschungsinstitut für experimentelle Musikpsychologie am Psychologischen Institut der Universität Salzburg (Herbert-von-Karajan-Stiftung).

Als Psychiater beobachtete und erforschte er die Wirkungen und Nebenwirkungen von Psychopharmaka.

Er beschäftigte sich mit dem Leben und Wirken des am 24. September 1541 in Salzburg verstorbenen Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus.

Als Kliniker beforschte er

  • viele für seine PatientInnen relevante Themen,
  • speziell auch das Krankheitsbild der Multiplen Sklerose und die Therapiemöglichkeiten
  • und die Neuraltherapie nach Huneke.